Galerie von Spektren von Nebeln

In den folgenden Spektren ist - wie auch bei den Sternspektren dieses Wikis - Blau links und Rot rechts. Weil durch die Art der Verwendung des Objektivprismas die Spektren immer in Nord-Südrichtung ausgerichtet sind, ist zum Beispiel die Orientierung des Orionnebels (nächstes Bild) anders als gewohnt (Norden links, Westen oben).

In Spektrogrammen von Nebeln findet man im Gegensatz zu den Sternen Emissions-"Linien" anstatt Absorptionslinien (Entstehung der Spektrallinien). Die meisten werden durch eine deutliche rote Emission dominiert, die durch die Elektronenaufnahme von ionisiertem Wasserstoff entsteht. Erst in den 1920ern Jahren fand man heraus, dass die grünlich-blaue Emission von sogenannten "verbotenen Übergängen" der Elektronen des zweifach ionisierten Sauerstoffs stammen.

Orionnebel M42

Der Orionnebel ist ein Emissionsnebel, also eine interstellare Gaswolken, die durch eine hochenergetische Strahlung eines in der Nähe liegenden Sterns der Spektralklasse O oder B zum Leuchten angeregt wird. Er ist etwa 1350 Lichtjahre von uns entfernt.
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M42 Orionnebel

Hantelnebel M27

Planetarische Nebel werden durch Sterne gebildet, die aufgrund eines inneren Ungleichgewichts eine Gashülle abgestossen haben. Das Licht des Zentralsterns ionisiert Teile der Gashülle und bringt sie zum Leuchten. Dies ermöglicht uns, den etwa 1350 Lichtjahre entfernten Hantelnebel im Sternbild Fuchs zu beobachten.
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M27 Hantelnebel

Eskimonebel NGC 2392

Beim 1787 von William Herschel entdeckten Eskimonebel handelt es sich ebenfalls um einen kurzlebigen, planetarischen Nebel im Sternbild Zwillinge. Seine Distanz zu uns beträgt etwa 3000 Lichtjahre.
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NGC 2392 Eskimonebel

Ringnebel M57

Der 2300 Lichtjahre entfernte Ringnebel ist auch ein planetarischer Nebel. Seine Hülle, die vom Zentralstern vor etwa 20'000 Jahren abgestossen wurde, dehnt sich mit fast 20km/s in den Weltraum aus.
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M57 Ringnebel


Quellen