Mira-Sterne

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M7 IIIe Omikron Ceti (Mira)

Mira-Sterne, benannt nach ihrem bekanntesten Vertreter, Omikron Ceti (auch Mira Ceti, der "Wundersame Stern") im Sternbild Walfisch, sind pulsierende Riesen der Spektralklassen K und hauptsächlich M. Sie besitzen einen speziellen Aufbau und verbrennen gleichzeitig Wasserstoff und Helium. Dies führt zu einer gleichmässigen Pulsation, die die Leuchtstärke dieser Sterne um mehrere Grössenklassen schwanken lässt. So ist beispielsweise Mira im Maximum 3mag hell, kann also von Auge am Nachthimmel gesehen werden. Im Minimum ist sie hingegen 10mag schwach, so dass man sie nur in einem kleinen Teleskop sehen kann. Im Maximum ist also Mira über 600 Mal heller als im Minimum!

Die Periode von Mira-Sternen liegt zwischen 80 Tagen und 3 Jahren. Je kühler der Stern ist, desto länger ist seine Periode.

Spektren der Mira-Sterne zeigen nebst vielen Molekülbanden auch Wasserstoff-Emissionslinien. H-alpha, die rote Wasserstofflinie der Balmerserie, ist allerdings eher unauffällig, da sie von einer Titanoxid-Molekülbande absorbiert wird. Die Emissionslinien entstehen in einer leuchtenden Gashülle, welche den Stern umgibt und die durch sein Pulsieren und seinen Materialverlust gebildet wird.


Spektralklassen im Überblick - Quellen